TTC Zugbrücke GrenzauTTF LIEBHERR Ochsenhausen
Herne Tischtennis Club RuhrstadtTG 1837 Hanau
TTC RhönSprudel Fulda Maberzell1. FC Saarbrücken
SV Werder BremenTSV Gräfelfing
SV PlüderhausenBorussia Düsseldorf

DTTL zu Wochenbeginn: Mittelfeld-Duell und Keller-Gipfel

Foto: Jakub Kosowski hat sich in den beiden Jahren beim SV Plüderhausen zum absoluten Leistungsträger gemausert. Mit seiner 6:2-Zwischenbilanz ist der schmächtige Pole der gegenwärtig erfolgreichste Spieler im Team der Remstaler.
 
 
Montag, 19:00 Uhr: 1. FC Saarbrücken – SV Plüderhausen
 
Aufeinandertreffen der punktgleichen Tabellennachbarn in der Joachim-Deckarm-Halle und viertes DTTL-Heimspiel des homogen besetzten Aufsteigers von der Saar. Momentan ist es ein klassisches Mittelfeld-Duell. Bei 6:8 Zählern dürfen beide Klubs sogar noch mit Fug und Recht nach einem Play-Off-Platz schielen – derzeit trennen sie lediglich zwei Zähler von Rang vier. Allerdings könnten sie bei einer Niederlagenserie auch in die Abstiegszone hineinrutschen. Eine Sicherheit gibt es also für keinen der Kontrahenten, wenngleich beide eigentlich zu stark sind, um ernsthaft in Gefahr zu geraten. Die Saarländer gewannen zuletzt in Jülich, die Schwaben, die aufgrund ihrer Champions-League-Schlappe vom Freitag gegen Levallois noch gefrustet sein könnten, in Hanau.
 
1.FCS-Coach Matthias Landfried nimmt die Partie sehr ernst: „Für uns sind die nächsten beiden Spiele gegen Plüderhausen und Hanau richtungsweisend und sehr wichtig. Plüderhausen ist unser direkter Tabellennachbar und ein knapper Sieg wäre toll. Es ist wieder eines der in dieser Saison so typischen Spiele, in denen alles möglich ist. Wir können Plüderhausen knapp bezwingen oder gar deutlich überrollen, aber dazu ist Plüderhausen genauso in der Lage. War früher eine Einschränkung möglich, dass man unter normalen Umständen ein Spiel im besten Fall 6:3 gewinnen wird und man im schlechtesten Fall 4:6 verlieren wird, muss ich jetzt sagen, dass von 3:0 bis 0:3 wirklich alles möglich ist und kein Ergebnis eine echte Überraschung wäre.“ Wie immer hat Landfried die Akteure des Gegners genau beobachtet und ihre Stärken und Schwächen analysiert: „Bei Plüderhausen hängt viel von Karakasevic ab und dieser hat sich, wie ich befürchtet habe, nach schwachem Saisonstart wieder gefangen und zeigt eine aufsteigende Tendenz und hat dies auch in den letzten beiden DTTL-Spielen untermauert. Jakub Kosowski spielt die bislang beste Saison seiner Karriere. Und wenn Plüderhausen ohne Jörgen Persson antritt, haben sie einen dritten Spieler, der zu allem in der Lage ist: Paul Drinkhall ist noch sehr jung und zeigt bislang noch schwankende Leistungen, aber ich war letzte Woche mit der slowakischen Nationalmannschaft in Warschau bei den Polish Open und hatte da die Gelegenheit, einen bärenstarken Paul Drinkhall zu beobachten, der gegen die Nummer zwei der Setzliste, den Weltklassekoreaner Oh Sang Eun, nur denkbar knapp mit 3:4 verloren hat.“ Unabhängig von der Qualität des Gegners versichert Landfried: „Unser Team ist wie immer siegeshungrig und wir hoffen auch wieder auf die Unterstützung unserer tollen Fans in Saarbrücken.“
 
SVP-Sportkoordinator Ulrich Engele zeigt ebenfalls Respekt vor dem Gegner: „Im Spiel beim punktgleichen 1. FC Saarbrücken geht es für beide Teams darum, sich mit einem Sieg die Chance zu erhalten, im ersten Tabellendrittel mitzuspielen. Dabei sagt unser 3:1-Sieg im Pokal recht wenig aus, da damals Leung Chu Yan mit hohem Fieber antreten musste, aber beim SVP auch Jörgen Persson krankheitshalber nicht antreten konnte, der jetzt zusammen mit ‚Kara‘, Jakub Kosowski und Paul Drinkhall wieder am Start sein wird. Sollte er seine gute Form bestätigen und vor allem Jakub die Topform dieser Saison und die tolle Leistung vom Pokalspiel, als er sowohl Gacina als auch Tokic besiegen konnte, ist ein Sieg gegen den starken Aufsteiger durchaus im Bereich des Möglichen.“
 
 
Dienstag, 19:30 Uhr: TTC indeland Jülich – SV Werder Bremen
 
Schicksals-Dienstag am Niederrhein, wo der Tabellenneunte das Schlusslicht empfängt. Jülich liegt mit vier Pluspunkten nach acht Begegnungen durchaus noch im Soll, mehr hatte von der im Ligavergleich äußerst preisgünstigen Truppe um Yang Zi nicht erwartet, die immerhin gegen Frickenhausen und Ochsenhausen unerwartete Siege einfahren konnte. Dafür lief es gegen eher auf Augenhöhe eingeschätzte Teams bisher eher „suboptimal“ für die „Unabsteigbaren“ aus der westlichen Grenzregion. Den SV Werder hätte vor Saisonbeginn kein Experte am Schluss der Tabelle nach dem ersten Rundendrittel erwartet. Als die Norddeutschen dann auch noch mit einem Sieg gegen ETTU-Cup-Sieger Plüderhausen die Saison eröffneten, verbuchte Manche die Hanseaten bereits als Play-Off-Kandidaten. Dann jedoch der jähe Absturz: Die nächsten sechs Partien wurden samt und sonders verloren und Leistungsträger Lars Hielscher wusste wochenlang nicht mehr, wie sich Siege anfühlen. Es dauerte bis zur Partie Nummer sieben, der 2:3-Niederlage in Frickenhausen, bis der hagere Hannoveraner sein erstes Einzel – gegen den jungen Schweden Fabian Akerström – gewann.  Bei Werder hofft man, dass damit der Knoten bei dem sympathischen DTTB-Nationalspieler geplatzt ist. Kurzum, man braucht Punkte und würde am liebsten die ersten beiden bereits am Sonntag im Heimspiel gegen Vizechampion Ochsenhausen einfahren, um dann am Niederrhein nachzulegen und eine kleine Serie zu starten. Jülich, das als heimstark gilt, will dies verhindern und die Hansestädter auf Distanz halten. Auch ohne Topmann Yang Zi (Ligabilanz 7:7), der bei den East Asian Games spielt, soll es mit viel Willenskraft gelingen, den zweiten Heimsieg einzufahren. Die Mannschaft stellt sich mit Marcos Freitas (Bilanz 3:6), Loic Bobillier (1:4) und dem im Einzel noch sieglosen Filip Szymanski quasi von selbst auf, nur die Reihenfolge bleibt offen. Im Doppel gelten die stets gut motivierten „indeländer“ als gefährlich – dort ist die Formation Freitas/Szymanski immer für eine Überraschung gut. Deshalb wollen es die Grün-Weißen von der Weser erst gar nicht bis zum Schlussakkord kommen lassen.
 
Jülichs 29-jähriger Trainer Johannes Dimmig sieht in erster Linie den Gast aus dem hohen Norden unter Zugzwang: „Die Bremer haben den Druck, bei uns zu gewinnen, wenn sie nicht vorher eine Sensation gegen Ochsenhausen schaffen.“ Allerdings sei das Match auch für seine Jülicher bedeutsam: „Jedes Spiel ist wichtig für uns, egal gegen welchen Gegner. Jede Chance muss genutzt werden.“  Dimmig hadert im übrigen ein wenig mit den Umständen, die einen Einsatz von Yang Zi nicht ermöglichen: „Durch die Terminverschiebung der Südost-Asien-Spiele kann Yang nicht mitspielen. Die Bremer waren leider nicht in der Lage, an einem anderen Termin nach Jülich zu kommen.“
 
Werder-Trainer Cristian Tamas macht sich keine Illusionen über die derzeitige Lage, sieht aber auch noch reichlich Chancen, zum Erfolg zu kommen: „Die Stimmung in der Mannschaft ist in Ordnung, die Jungs sind motiviert. Wir wissen, wo wir stehen und dass alles nur bei uns liegt.“ Der Dienstagspartie misst Tamas große Bedeutung bei: „Das Spiel in Jülich ist für uns ein erstes Finale, das gewonnen werden muss.“ Die Chancen sieht der Werder-Coach aber als ziemlich gleich verteilt an: „Ich denke nicht, dass es einen Favoriten gibt. Wir wissen, dass die Jülicher heim- und kampfstark sind, gerade Bobillier und Szymanski sind immer hoch motiviert. Und Freitas hat sich auch deutlich verbessert. Bei dem Spielsystem bis zum dritten Punkt ist ohnehin alles möglich.“ Tamas setzt auch Hoffnungen in einen Lars Hielscher in alter Form: „Ich denke, dass Lars mit seinem Sieg in Frickenhausen den Durchbruch geschafft hat.“ Der Trainer der Norddeutschen will seine Jungs nicht zu sehr unter Druck setzen, erwartet aber schon Zählbares aus den beiden Partien gegen Ochsenhausen und in Jülich: „Ein Sieg in den zwei Spielen sollte kommen, wir müssen ein Zeichen setzen.“
 
DTTL-Mediendienst; Dr. Stephan Roscher (Text & Foto)
 
Links
 
Liveticker
 
Webseite der DTTL
 
DTTL auf click-TT
 
DTTL in TV und Livestream
 
DTTL on Tour