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SV Plüderhausen - 1. FC Saarbrücken 3:1
Der 1. FC Saarbrücken war heiß auf das Final Four. Jedenfalls gingen die Saarländer, die auf dem Weg ins Viertelfinale Grenzau I und II ausgeschaltet hatten, mit 1:0 bei Cupverteidiger SV Plüderhausen in Führung. Bojan Tokic schlug Paul Drinkhall glatt mit 3:0. Doch die ohne ihren "alten Schweden" Jörgen Persson angetretenen Schwaben meldeten sich zurück: Der ungemein starke Jakub Kosowski (Foto) bezwang Andrej Gacina in einem Fünfsatzkrimi. Und nach dem Pausentee präsentierte sich Aleksandar Karakasevic endlich einmal wieder in Galaform und begeisterte die gut 200 Fans in der Hohberg-Sporthalle. "King Kara" machte diesmal seinem inoffiziellen Titel alle Ehre und fertigte seinen letztjährigen Teamkollegen Leung Chu Yan in drei Sätzen ab (11:8, 11:9, 11:7). Kosowski, der sich in den letzten Monaten kolossal gesteigert hat, ließ nichts mehr anbrennen und setzte sich mit 3:1 gegen Tokic durch. Nach 130 Minuten stand der dritte Final-Four-Teilnehmer fest.
Somit kann der SVP in Dortmund den Versuch starten, seinen Titel zu verteidigen. Dazu müssten die Schwaben, die sicher wieder viele Fans zum Final Four mitbringen werden, allerdings im Halbfinale Rekordmeister Borussia Düsseldorf ausschalten. Sicher alles andere als ein leichtes Unterfangen. Aber es ist schließlich der Pokalwettbewerb - und der funktioniert bekanntlich nach ganz besonderen Gesetzen.
Von Plüderhausener Seite liegt uns die Schilderung des Spiels und der Begleitumstände von Sportkoordinator Ulrich Engele vor: "Kara ist wieder fast der 'Alte'. Allerdings muß dabei berücksichtigt werden, dass Leung stark erkältet ist und eigentlich nicht hätte spielen dürfen - Jörgen Persson hat es so gemacht, da er ebenfalls darnieder liegt und hoffentlich bis Mittwoch wieder fit wird, wenn wir nach Russland fliegen zum ECL-Match in Jekaterinburg. Überragend gespielt hat aber wieder einmal unser Jakub Kosowski, der erneut gezeigt hat, daß er in der DTTL fast Jeden schlagen kann und auch fast aussichtslose Rückstände noch aufholen kann, z.B. im 3. Satz von 3:10 auf 9:10, ehe er dann doch noch diesen Satz verlor, aber dann den 4. gewann. Er ist, seit er bei uns ist, um mindestens eine Klasse besser geworden und passt auch menschlich prima zu uns und ist sehr beliebt. Zu der Leistung von 'Küken' Paul Drinkhall muß man sagen, dass er ganz kurzfristig für Jörgen einspringen mußte, ohne jede Vorbereitung und nach einem siebenstündigen Flug von Birmingham über Zürich erst am Nachmittag bei uns angekommen ist und gegen einen sehr starken Tokic überhaupt nicht ins Spiel gefunden hat - das wird aber sicher wieder besser werden, denn bisher hat er bei uns gut gespielt."
Ergebnisse Plüderhausen-Saarbrücken
DTTL-Mediendienst; Dr. Stephan Roscher (Text & Foto)